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Thema: Radlager – wie fest kann / soll / darf ich die Achsmutter anziehen

  1. #1
    Borossi Joyner ist offline Buggyhändler
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    Standard Radlager – wie fest kann / soll / darf ich die Achsmutter anziehen

    Nahezu jedes Radlager hat ein gewisses Grundspiel. Hält man das Lager in der Hand ist dies kaum festzustellen. Wackelt man im eingebauten Zustand am Rad, kann man dieses Radlagerspiel fühlen und messen. Bei unseren Fahrzeugen mit 14“ Felgen beträgt es etwa 1,0 bis 1,5mm am Felgenhorn (Ende der Felge, Beginn des Reifens).

    Auch wenn das Radlager sich eigentlich leicht drehen lässt, wird beim Fahren Reibung und somit Wärme erzeugt. Diese Wärme bewirkt die Ausdehnung des Metalls des Radlagers. Genau für diese Ausdehnung des Metalls im Radlager ist das Radlagerspiel beim kalten Fahrzeug eine Art Sicherheitspuffer.

    Je fester die Achsmutter angezogen wird, desto geringer ist das Spiel im kalten Zustand und desto größer wird dann die Reibung und somit Wärme beim Fahren. Wenn die durch die Wärme sich ausdehnenden Metallteile im Radlager den nötigen Spielraum nicht erhalten, dann nimmt sich das Radlager diesen Spielraum und geht innerhalb eines gewissen Zeitraums kaputt.

    Bei der aktuellen Konstruktion unserer kleinen Buggies (bb 650 / 800 / 1100), hat das hintere Radlager keine innere Presspassung, d.h. es wird nur außen in den Achs- bzw. Lagerbock eingepresst. Innen auf der Antriebswelle oder der Radnabe gibt es keine Presspassung.

    Wenn man mit der Achsmutter die Radnabe zu stark auf den inneren Rand des Radlagers presst (über das Feingewinde der Achsmutter können sehr große Kräfte erzeugt werden), besteht die Gefahr, dass die inneren Lagerschalen verformt werden und so die Lebensdauer des hinteren Radlagers verkürzt wird. Die Folge ist eine zunehmende Instabilität und eine sich häufig lockernde Achsmutter.

    Bei unseren Fahrzeugen empfehlen wir daher die Achsmuttern mit geeignetem Werkzeug nur so fest anzuziehen, dass das Radlagerspiel gemessen am Felgenhorn etwa 1,0 bis 1,5mm beträgt. Sollte in dieser Position der Splint nicht eingesteckt werden können, sollte die Kronenmutter eher gelockert werden bis der Splint passt, als sie fester anzuziehen damit der Splint eingesteckt werden kann.

    Wir möchten jedem DRINGEND davon abraten, an sicherheitsrelevanten Bauteilen wie der Achsmutter selbst zu arbeiten und dies ausschließlich dem Borossi Händler oder der Fachwerkstatt zu überlassen.

  2. Folgende 10 Benutzer bedanken sich bei Borossi Joyner für diesen Beitrag:

    Artist67 (30.08.2010), BadDad59 (30.08.2010), buggysafaris (30.08.2010), der_hutzel (30.08.2010), dws (30.08.2010), hdfutzi (30.08.2010), Nick (30.08.2010), ophox (30.08.2010), proka (01.09.2010), xela (30.08.2010)

  3. #2
    Avatar von Teddy
    Teddy ist gerade online Allwetterfahrer
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    Standard

    Borossi hat geschrieben:
    Wenn man mit der Achsmutter die Radnabe zu stark auf den inneren Rand des Radlagers presst (über das Feingewinde der Achsmutter können sehr große Kräfte erzeugt werden), besteht die Gefahr, dass die inneren Lagerschalen verformt werden und so die Lebensdauer des hinteren Radlagers verkürzt wird. Die Folge ist eine zunehmende Instabilität und eine sich häufig lockernde Achsmutter.

    Bei unseren Fahrzeugen empfehlen wir daher die Achsmuttern mit geeignetem Werkzeug nur so fest anzuziehen, dass das Radlagerspiel gemessen am Felgenhorn etwa 1,0 bis 1,5mm beträgt. Sollte in dieser Position der Splint nicht eingesteckt werden können, sollte die Kronenmutter eher gelockert werden bis der Splint passt, als sie fester anzuziehen damit der Splint eingesteckt werden kann.

    mein lieber herr borrossi das ist so nicht richtig !! die inneren lagerschalen wie sie sreiben sind konusse die müssen sich gegenseitig berühren und wenn dann das anzugsdrehmoment stimmt, muß das lagerspiel 1-1,5 mm wie sie richtigerweise schreiben erreicht sein. aber sie sind ja nicht einmal in der lage ein anzugsdrehmoment anzugeben, wie fest die kronenmutter anzuziehen ist.
    des weiteren darf eine krohnenmutter niemals zurückgedreht werden, sondern immer bis zur nächsten möglichen passung (vom splint) weiter nach rechts gedreht werden.
    ich fordere sie hirmit auf im namen aller borrossifahrer endlich mal das drehmoment anzugeben. sehr geehrter herr "borrossi" ich kenne sie nicht. sollten sie borrossi als kaufmann leiten werde ich ihnen das verzeihen. sollten sie aber Meister, oder gar ING. sein käme ich ins grübeln. aber das nur am rande bemerkt. ich denke vieleicht werden sie sich äußern.
    Mit Freundlichen Grüßen
    TeddY
    Geändert von Teddy (30.08.2010 um 17:21 Uhr)

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    der_hutzel (30.08.2010), dws (30.08.2010), Janoschka 51 (31.08.2010), xela (30.08.2010)

  5. #3
    Avatar von Huppi
    Huppi ist offline Allwetterfahrer
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    Zitat Zitat von Borossi Joyner Beitrag anzeigen
    Bei der aktuellen Konstruktion unserer kleinen Buggies (bb 650 / 800 / 1100), hat das hintere Radlager keine innere Presspassung, d.h. es wird nur außen in den Achs- bzw. Lagerbock eingepresst. Innen auf der Antriebswelle oder der Radnabe gibt es keine Presspassung.
    ...das stimmt, aber auch bei gängigen PKW gibt es innen keine Presspassung! Ich habe noch nie eine Antriebswelle eingepresst!
    Und wie Teddy schon richtig schreibt: Für eine Antriebswellenmutter gibt es normalerweise vorgeschriebene Anzugsdrehmomente. Ich wäre vorsichtig mit Angaben wie "Das Rad muss am Felgenhorn 1-1,5 mm Spiel haben". Das halte ich für noch größeren Quatsch.

    Vielmehr liegt es an der Grundlegend falschen Konstruktion. Die Verzahnung der Antriebswelle geht normalerweise innerhalb des Radlagers auf den Radflansch über.

    Hab mal eine systematische Darstellung angehängt um zu erklären was ich meine.

    Mal sehen wie weit Ihne Lösung der meinen nahe kommt
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Radlager – wie fest kann / soll / darf ich die Achsmutter anziehen-radnabe-richtig.jpg  
    Die Schlammsau fährt jetzt BB 800SR

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    der_hutzel (30.08.2010), dws (30.08.2010), Teddy (30.08.2010), xela (30.08.2010)

  7. #4
    Avatar von Artist67
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    Standard

    Die Diskussion wäre mit einer richtig kontruierten Radaufhängung überflüssig. Trotzdem gibt es derzeit keine Alternative, womit ein richtiges Drehmoment (in Nm und nicht Felgen-mm) schon sehr wichtig ist.

    Eine zu lose Radmutter wird zwar wegen des Splintes nicht abfallen, bewirkt aber, dass die Nabe sowohl in der Verzahnung als auch an der Auflagefläche zum Radlager walkt und somit verschleisst.
    Eine zu feste Radmutter belastet die Antriebswelle, insbesondere auch durch Wärmeausdehnung.

    Einen goldenen Mittelweg gibt es m.E. nicht, entweder entscheidet man sich für die Radnabe als Verschleissteil (bei loser Radmutter) oder für einen eventuellen Radabbruch.

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    dws (30.08.2010), Teddy (30.08.2010)

  9. #5
    Avatar von Teddy
    Teddy ist gerade online Allwetterfahrer
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    hi adrian
    nein, nein so einfach ist es nicht !! kompromisse gibt es nicht !! ich bin der meinung gerade weil die narbe walkt bricht die welle. ich habe für euch eine lösung, aber ich will erst abwarten was borrossi schreibt und ob er ein anzugsdrehmoment vorgibt.

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    dws (30.08.2010)

  11. #6
    Avatar von schrauber
    schrauber ist offline Hardcorecrosser
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    ooohh

    Ein richtiges Radlager hat KEIN Spiel! Entweder sind es Kegelrollenlager die einstellbar sind, oder es handelt sich um geschlossene Lager wie bei allen PKW an den Antriebsachsen verbaut.

    Wir möchten jedem DRINGEND davon abraten, an sicherheitsrelevanten Bauteilen wie der Achsmutter selbst zu arbeiten und dies ausschließlich dem Borossi Händler oder der Fachwerkstatt zu überlassen.
    Und das ist ja wohl der Brüller des Monats.
    Dann fährt also jetzt bei jedem Borossifahrer ständig ein Monteur mit
    Wenn ich sehe, wie oft die Antriebswellenmutter (wie das richtig heist) bei Ophox oder auch bei anderen auf EINER Ausfahrt lose war
    Ophox hat angehalten, weil er es schon gehört hat.

    Ich weiss echt nicht, was der Beitrag für einen SINN haben soll
    Ich darf leider keine Signatur mehr haben...wurde vom Chef so bestimmt

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    dws (30.08.2010), geo (31.08.2010)

  13. #7
    Avatar von Teddy
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    Standard

    hi schrauber
    jetz sei blos so gut jedes lager braucht ein gewisses spiel und was da verbaut ist ist ein kegel kugellager, also innen zwei konusse gegeneinander und wenn alles richtig verbaut ist und die maße (vom lager) richtig eingehalten werden ergibt sich das spiel automatisch bei einem richtigen anzugsdrehmoment.

    gruß heinz

  14. #8
    Avatar von schrauber
    schrauber ist offline Hardcorecrosser
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    Standard

    Also ich baue jetzt ja auch schon seit 30 Jahren an Fahrzeugen rum. Aber ein am Rad fühlbares Spiel haben wir wohl noch nie eingestellt. Das würde nämlich heissen, das die Lager nicht sauber in den Käfigen laufen. und ein anzugsdrehmoment heist automatisch spielfrei und wäre zu fest.
    Da kann ich Borossi verstehen. Normalerweise stellt man KegelrollenRadlager so ein. (Habe ich zumindest in grauer Vorzeit gelernt).
    Mit GEFÜHL festziehen und dann lösen bis sich die Scheibe hinter der Mutter mit einem Schraubenzieher gerade so bewegen lässt. Und Rillenkugellager müssen fesr gezogen werden, wenn eine passende Hülse zwischen innerem und äusserem Lager verbaut ist. Das ist aber meist auch nicht so, zumindest an mehreren Fahrzeugen, die ich hatte.
    Ich darf leider keine Signatur mehr haben...wurde vom Chef so bestimmt

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    geo (31.08.2010), Waldwicht (31.08.2010)

  16. #9
    Avatar von Artist67
    Artist67 ist offline Administrator
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    Standard

    Ich will nochmal kurz das eigentlich Thema zusammenfassen, damit es nicht verloren geht:

    Das sebständige Lösen der Achsmutter, egal ob von Erstausrüsterqualität oder aus dem Agrarbereich ("Agrarmutter")ist definitiv ein Mangel, der Folgen für Material und Sicherheit hat. Es ist ein Symptom eines darunterliegenden Konstruktions- oder Materialproblems (oder beides).

    In gewisser Weise kann man den Verfall verlangsamen:

    1) Anziehen der Mutter nach den Vorgaben (Drehmoment des Herstellers)
    2) Ersatz durch besseres Material ("Agrarmutter")
    3) Regelmässige Kontrolle

    Ich hoffe, ich habe es getroffen.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass dieses Problem endgültig nur durch eine Konstruktionsänderung behoben werden kann.
    Bis dahin helfen oben gelistete MAssnahmen oder natürlich der Verzicht.

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    Janoschka 51 (31.08.2010), xela (31.08.2010)

  18. #10
    Avatar von Joachim
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    Standard

    Hallo Buggyfreunde
    Ich habe hier 13 !!! Beiträge gelöscht da die nicht zum Thema passen.
    Bitte achtet auf die Art wie ihr schreibt.
    Schaut auch auf die Überschrift und den ersten Beitrag.
    Gerne kann wenn es nicht zum Thema gehört ein eigenes Thema aufgemacht werden!


    Die Info von Borossi ist selbstverständlich sinnvoll und ich finde es klasse das es diese Infos gibt.

    Gerade das hier:
    Wir möchten jedem DRINGEND davon abraten, an sicherheitsrelevanten Bauteilen wie der Achsmutter selbst zu arbeiten und dies ausschließlich dem Borossi Händler oder der Fachwerkstatt zu überlassen.
    gehört hier ins Forum!! Ihr (wenigen Profis) wisst was Ihr macht wenn ihr an solchen Sachen oder auch Bremsen usw. rumschraubt.

    Die breite Masse der User ist gut beraten wenn er auf den Rat hört.
    Gruß Joachim

  19. Folgende 8 Benutzer bedanken sich bei Joachim für diesen Beitrag:

    Danny63 (01.09.2010), Dave (01.09.2010), hdfutzi (01.09.2010), lonelywolf (31.08.2010), ophox (31.08.2010), pancharly (31.08.2010), selu66 (31.08.2010), xela (31.08.2010)

  20. #11
    Avatar von Teddy
    Teddy ist gerade online Allwetterfahrer
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    Standard

    Hallo Borrossi
    ich vermisse immer noch eine antwort oder angaben zum drehmoment der hinterachsmutter !!!

    mfg Teddy

  21. #12
    Avatar von ophox
    ophox ist offline Extremracer
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    Standard

    In einem anerikanischen Forum wurde eine Spezifikation zitiert in der ein Drehmoment von 85 ft lbs bzw. 115 Nm erwähnt wird.
    the pain is one part of the reality .....

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